Zustände sind das
1. Messier am Ende: Vivendi verkauft alle seine Medianträume.
2. Universal im Irrtum: 99 Cent pro Song auf
Popfile.de.
3. Babcock im Aus: Selbst Schröder will den Anlagenbauer nicht retten.
4. Pixelnet auf Sparflamme: Die Mutter folgt der Photo-Tochter.
5. Holtzbrink in Not: n-tv soll jetzt doch noch an RTL gehen.
6. QSC in Panik: Kleines B2B-Angbeit zum halben Preis.
7. Tier-Bild im Hoch: Springer antwortet mit neuen Erfolgen.
8. Brainpool beim Leisten: Der Ausflug zur Börse ist wieder vorbei.
Und: Leserbrief zu Horizont 26/02
Sehr geehrte Damen und Herren, zwei Mal kompetente, erfolgreiche, verdiente Persönlichkeiten. Zwei Mal gewichtige Aussagen. Zwei Mal kräftiges Kopfschütteln meinerseits: Michael Kleindl (Vorstand Adlink) sagt, dass Nutzer sich an Pop-ups gewöhnen müssen, auch wenn sie sich gestört fühlen und Prof. Dr. Dieter Herbst (Schering) predigt, dass sich die ursprüngliche Beziehung zwischen Marke und Käufer immer weiter lockern. Mal ehrlich: Vom wem sprechen die beiden Herren? Von verwirrten, Informations-überfluteten Lemmigen mit programmierbaren Hirne, die schon noch lernen werden, auf was sie zu reagieren haben oder um emanzipierte, vertrauensvolle Beziehungen suchende Persönlichkeiten? Um tumbe Couch-Potatoes, die ihre Aufmerksamkeit nicht zu managen wissen oder um medien- und sozialkompetente Menschen? AchtungAchtung: Das Marketing-Verständnis der beiden genannte Herren verfolgt immer noch die klassische Agenda, etwas zu wollen, etwas zu verkaufen, etwas zu beeinflussen. Doch auch sie werden schon sehr bald sehen (müssenmüssenmüssen), dass Kommunikation morgen alleine vorschlagen, anregen, auffordern, provozieren, erzählen, weiterleiten, zusammenführen als überfahren und überreden kann, wenn sie wirken soll. Da ist keine Zeit und kein Interesse und keine Notwendigkeit, sich an etwas zu gewöhnen oder feste, vertrauensvolle Verbindungen aufzulösen. Adlink: Bitte mehr verlinken! Schering: Bitte Marketing statt Markierung! Mit freundlichen Grüssen Tobias Bischkopf