Gutes aus Deutschland & Japan
1. Guter Kauf: RedSeven gehört jetzt zu Tiscali.
2. Gute Idee: RTL Group mit NapsterTV gegen Viva.
3. Guter Kampf: Springer/Bauer gegen WAZ/Columbia.
4. Gute Wahl: mmO2 erwählt Nokia zum UMTS-Partner.
5. Gutes Geld: Sommer und Co. verzichten auf Optionen.
6. Gute Nacht: NTT DoCoMo kommt mit UMTS in Nöte.
Und: Ausgegrabenes vom Juni 2001
"Jetzt mal ehrlich ihr Telcos,
an Eurer Stelle machte ich mir große Sorgen, denn mit dem Access ist über kurz oder lang nicht mehr allzu viel zu holen und Content ist auch nur wirklich etwas wert, wenn er echt exklusiv und nutzwertig ist. Killer-Applikationen und Services? Keine zu sehen. Und wenn doch, dann tragen sie nur kurz. Differenzierung ist weniger und weniger über Preis, Qualität und/oder Zusatzdimensionen (erst recht nicht über Applikationsinnovationen) zu erreichen. Porter go home.
Alles convergiert, experimentiert, fusioniert, integriert, Proprieritäten werden Commodities, Produkte, Marken, Unternehmen austauschbar: Es sind nicht mehr viele da und die verbleibenden können das, was die anderen können gleich gut, gleich schnell, gleich breit, zu gleichen Preisen. Oder sie verschwinden. Die Lösung, 1. Teil: Differenzierung über Marke, Persönlichkeit, Image, Individualität, Community, CRM, 1to1, etc. Klar. Doch reicht das auf Märkten aus, auf denen Enttäuschung zur sofortigen Abwendung führt? Nein. Die Lösung, 2. Teil: Begründung der Brand-Community durch Schaffung, die externe Botschaft lebender, lernender, offener, vernetzter Commitment-Organisationen. Klar. Doch reicht das aus? Nein. Denn ohne ein grundsätzliches neues Verständnis des Zweckes einer Unternehmung könnt ihr fast alle (na ja, die, die am nächsten sind, bleiben) einpacken.
Und dieses Verständnis heisst: Das Brand-Community-Mitglied ist der relevante stakeholder. Kein Banker, kein VC, kein shareholder, nicht die Presse oder sonst wer. Alleine der Kunde bestimmt über Wohl und Wehe des Unternehmens. Und die Gesamtheit aller Kunden ist Besitzer der Marke, des Unternehmens, des Konzerns. Erst dann gibt es Aufmerksamkeit im Austausch für Performance, Treue gegen Wahrhaftigkeit, Umsatz gegen Intimität: Transaktionsverhältnisse, die den share of customer und somit das Überleben von Unternehmen in der Zukunft bestimmen werden."
Damals wie heute: Nicht ganz unwahr, oder?