Freitag, Februar 08, 2002



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Kirch: Murdoch will jetzt ganz raus
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Hunde die bellen, müssen sich oft später korrigieren

Der Herr Scharnhorst von Sinner-Schrader ruft es kompromisslos in die Welt hinaus: ? Die Web-Werbung muss aggressiver werden, um mehr Wirkung zu erzielen!?. Die User würden das schon akzeptieren, denn dadurch bekämen sie ja auch einen werbefinanzierten Gratis-Account...

Aha.................

Gratis ist gut, aber Wirkung durch ?Attacke-Werbung?? Ein Blick in die, der Werbewirkung zugrundeliegende Aufmerksamkeits-Theorie, hilft nachdenken:

?Aufmerksamkeit ist unabdinglich für alles, was bewusst erlebt werden soll, wobei grundsätzlich die Möglichkeit besteht, alles Erdenkliche bewusst zu erleben (Franck, Georg 1998a, S. 28ff; 1998b). Dabei ist dieses ?erleben? durch aktives intentionales Achtgeben im Sinne der Konstruktion von Bedeutung (Attention/Verarbeitung) und/oder durch den latenten Zustand wacher Achtsamkeit als Voraussetzung von Informationsverarbeitung (Awareness/Wahrnehmung) gekennzeichnet (Wirth, Werner 2001, S. 79ff; Kroeber-Riel, Werner 1975, S. 142). Aufmerksamkeit ist allerdings nicht im Überfluss verfügbar, sondern biologisch begrenzt und fokussiert einem oder verteilt mehreren Objekten, niemals aber dem gesamten Wahrnehmungsfeld gleichzeitig zuweisbar (Singer, Wolf 1996). Sie zeichnet sich deshalb zum einen durch ihre selektierende Funktion aus, da immer sie es ist, die auf Basis situationsspezifischer Regeln, relevante personenunabhängige, syntaktische Informationen aus potentiell zur Auswahl stehenden Alternativen auswählt und dem Bewusstsein zur Verfügung stellt. Dabei können ?...die dabei wirksamen Zuweisungsprozesse (...) eher bewusst, intendiert bzw. kontrolliert oder eher unbewusst, unwillkürlich bzw. unkontrolliert oder gar automatisiert erfolgen und entweder top-down (concept-driven) oder bottom up (data-driven) gesteuert sein (Wirth, Werner 2001, S. 82; Davenport, Thomas H./Beck John C. 2001, S. 22ff). Zum anderen ist sie die bündelnde Kraft, die durch Focussierung psychischer Energie in der Lage ist, Merkmale im Bewusstsein zu integrieren, deren Bedeutung zu generieren, sie in Beziehung zum eigenen Wissen zu stellen und so koordiniertes menschliches Denken und Handeln erst zu ermöglichen (Wirth, Werner 2001, S. 73). Nur durch wache Aufmerksamkeit im Sinne eines ?erlebenden Bewusstseins? oder ?aufmerksamen daSeins? können konkurrierenden Handlungsentwürfe ausgeschaltet und motorisches und geistiges Handeln koordiniert werden (Csikszentmihalyi, Mihaly 1992, S. 44ff).?

Merke: Es ist nachhaltig immer die wach daseiende Geistesgegenwart zugewandte und weniger und weniger die rein physiologisch, programmgesteuert vergebene, psychische Energie verstanden!

Und deshalb: Aggressive Originalität wirkt.... zu kurz, zu schwach und oftmals kontraproduktiv!!!

Was das alles mit Marketing zu tun hat? Warum Herr Scharnhorst da noch mal drüber sollte? Wann es Mehr dazu gibt?
Der kleine "tobibikoZwei02-ist-da-Newsletter"? sagt Bescheid!



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Kirch: Bertelsmann will ganz rein
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Donnerstag, Februar 07, 2002


War was?

1. Das muss Liebe sein: Liberty will Premiere immer noch
2. Vor Bertelsmann: Vivendi setzt rund 5 Mrd. Euro im Jahr um
3. Schluss-Strich: Infineon steigt aus der F1 aus
4. 2 Millionen gegen 25.000: T-DSL kommt, Q-DSL nicht
5. Schmidt backt kleinere Brötchen: Mobilbank packt die Sachen
6. Rüstungsgelder helfen: Figaro bekommt Finanzspritze von Dassault
7. Neue IVW-Rangliste: RTL, AOL, Bild (?), Praline, Spigel, Focus

Mittwoch, Februar 06, 2002


Jetzt beissen die Hunde

Typisch: Jetzt wo Leo´s Kirchmedia schwer auf den Knien rutscht, von Springer fallen gelassen (Sachzwänge, Sachzwänge) wurde, sich bedroht von Murdoch windet und mit Premiere nicht aus den Pötten kommt (Kofler kommt reichlich spät), Malone nicht retten darf und Schröder die Tür feste zu schlug, da hat endlich auch der Deutsche-Bank-Breuer (die Dresdner tut´s ja schon länger) endlich die Traute auch nachzutreten: Nein, seine Bank würde jetzt nicht mehr unterstützen. Genug sei genug...

Und schon wird aufgeteilt, denn Kirch kann von ihnen aus ruhig sterben, aber der böse Australier soll auch nicht gewinnen: Kress schürt Gerüchte, dass Daimler die F1 kriegt und diverse andere Verlage die Springer-Anteile kassieren (Mohn hat grade Middelhoff am Apparat, wetten?). Bei 5,5 Milliarden Miesen und weiteren 770 Mio für die Döpfner-Kasse und 1,5 Mrd. für Murdoch habe jetzt ALLE kalte Füsse trotz heisser Kohlen...

Horizont meldet jedenfalls: ?...Danach solle Leo Kirch, der mit rund 6 Milliarden Euro bei den Banken in der Kreide steht, wesentliche Teile seines Unternehmens abgeben, darunter die Springer-Aktien und die Formel 1. Die Beteiligung an dem Motor-Zirkus könnte von Autokonzernen wie Daimler Chrysler übernommen werden. Für Kirchs Springer-Anteile (40 Prozent) sollen sich mehrere deutsche Großverlage interessieren, darunter die Westdeutsche Allgemeine Zeitung, Holtzbrinck und Burda...?

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Der Unterschied

GI-Verlage: MarkeMarkeMarke und Brand-Community
SI-Verlage: Information-Center und Service-Dienstleister
GI- und SI-Verlage: Usability, Speed, Multi-Access, Originalität

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Und sonst?

1. Alarm: Kein SWR-Geld mehr für Dubinskis Wunschbox
2. N24 kommt: NeunLive fliegt aus NRW-Kabel
3. 75%: T-DSL ist Marktführer
4. Neues IVW: Im Durchschnitt 65% weniger Visits
5. Pay-FAZ: 10.000 premium-Archiv-Kunden

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Was tun, wenn´s.... komplex wird?

Bewältigung kommt durch Pakete aus Technologie und Empowerment: Durch die Einführung von TAMS, also ?Trusted Attention Management Systemen?, die kollaborierend gepflegt werden, wird die notwendige, weitgehende Transparenz und Offenheit unter den Systempartnern möglich, indem kundenseitig gepflegte, Provider-seitig betreute, lernende, dynamische Datenbank-Systeme, in der Lage sind, sicher, schnell, flexibel und anonymisiert kundenindividuelle Datenbasen mit Live-Services (Commerce, Communication, Content, Community, Connectivity, Consultancy) zu verbinden. Sie übernehmen als Backend die Verwaltung individueller (Kunden-) Präferenzprofile, koordinieren die Kooperationen mit 2nd-Level-Serviceanbietern (Telcos, Medien, Händler, etc.) und können z.B. als Daten-Schnittstelle von Angebot und Nachfrage Multi-Service-Providing aus einer Hand ermöglichen.

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