Donnerstag, Dezember 13, 2001


Gute Nachrichten

1. QVC macht erstmals Gewinne.
Und das (noch) ohne Online-Auftritt.
Dafür aber mit 29 Mio. Haushalten und 600.000 Bestellungen.
Alles durch Steigerungsraten von ca. 40%.
Und Outlets gibt?s auch schon zwei...

2. Werbe-Polizei
Es wird schärfere Werbe-Regeln geben.
Mail, Fax, Telefon als Spam-Kanäle nur mit Einwilligung.
Und auch die Cookie-Praxis wird reguliert.
Nicht alles wird also schlechter...

3. Tschibo will wachsen
Die Röster wollen 40% von Beiersdorf kaufen.
Das will Henkell aber auch.
Deshalb brauchen die hamburger viele, viele Euros.
14 Milliarden genauer gesagt.
Doch woher nehmen, wenn nicht stehlen?
Durch Verkauf von Reemtsma (West, Stuyvesant, R1).
Weg mit den Kippen...

4. Theater
Premiere krankt.
Malone will.
Murdoch wartet.
Dresdner nervt.
Und Kirch will an die Börse.
Es bleibt lustig...

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Klipp und klar: Das ist die falsche Entscheidung

Der VDZ hat gerufen und alle sind gekommen und haben sich gegenseitig die Absolution erteilt. Jetzt solle Schluss sein mit ?Content für Lau? und ein gemeinsamer Abrechnungs-Standard entwickelt werden. Der soll es möglich machen, Einzelpreise sowie Abos abzurechen. Natürlich geht damit eine Senkung der Zugriffszahlen einher, doch (Zitat!) ?... dafür surfen nicht mehr Hinz und Kunz auf den Seiten.?
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(Luftknappheit)
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(Hitzewallungen)
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(Blutdruckhochdruck)
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(Verzweiflung)
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(Panik)
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(Das kann nicht wahr sein)
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Und Springer legt als erster los (Bild.de voll kostenpflichtig).
Und T-Online (T-Vision gehört ins TV-Programm).
Und die FAZ folgt 2002.
Die anderen dann auch.

... Wenn das ganze Erfolg zeigt....
...
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Mit Fitness-Videos von Wissen.de?
Internet-Games vom Achterbahn-Verlag?
Wirtschafts-News von Platow?
Oder pauschal einfach mal so?
...
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Natürlich wäre es schön, auch für online-Leistungen bezahlt zu werden. Natürlich wäre es schön nur noch High-Profile-Zielgruppen anbieten zu können. Natürlich wäre es schön, wenn die VDZ-Träume fliegen würden. Aber...

Die Medienwelten haben sich einfach vollkommen verändert und lassen sich nicht in On- und Offline-Bereiche trennen. Crossmedia bedeutet auch Cross-Finanzierung und Cross-Angebot und erst dann Cross-Umsatz. Dabei steht der doch vor der Türe, die grade VDZ-mässig zugeschlagen wird: Wo bleibt der Bild-PC, wo die echte Integrations-Offensive von Content- und Commerce-Partnern in die Community-Plattform, wo der AOL-Harry-Potter-Club...

IHR ANGSTHASEN!
Nicht Rückzug, sondern Konsequenz ist gefordert!
Warum? Demnachst in Tobibiko Acht01.

Also:
Statt ?Am guten Alten in Treue halten?,
jetzt ?Für´s gute Neue braucht´s erst Einsicht und dann Vermarktungs-Schläue?!


P.S.
Welche Hintertüre hat Herr Döpfner den da hinten?
Musikexpress.de?
Hammer.de?
Schon besser....

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Hochinteressant

1. Trendbüro
2. Keeptrying
3. KevinRoberts

Mittwoch, Dezember 12, 2001


Jaissetdenn?

Quam stoppt vorübergehend den aktiven Verkauf von Produkten und Diensten wegen der Taktik der beiden dominierenden Netzbetreiber. Die beiden dominierenden Anbieter im deutschen Mobilfunkmarkt erlauben weiterhin keine direkten Verbindungen von ihren Teilnehmern zu Quam Kunden. Shops bleiben für die Information der Kunden geöffnet. Die Bestandskunden von Quam können weiterhin die existierenden Dienste und Produkte des Unternehmens nutzen. Quam: "Die beiden Marktführer weigern sich, Gespräche in unser Netz durchzustellen. Leidtragende der Verzögerungspolitik der D-Netze sind eindeutig die Kunden in Deutschland". Beide D-Netzbetreiber haben erklärt, dass sie erst ab Anfang Januar 2002 in der Lage seien, ihr Netz für Anrufe in das Quam Netz zu öffnen ? also erst nachdem das Weihnachtsgeschäft vorüber ist und sie somit dem neuen Wettbewerber in dieser entscheidenden Vertriebsphase den Marktzugang erschwert haben....

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Und sonst?

1. Tschüss: EJay macht dicht
2. Probleme: Milchstrasse und Süddeutsche mit kleineren E-Budgets
3. Erster: Arcor hat Pornos für DM 4,- im Video-on-demand-Programm
4. Murdoch ist geduldig: Dresdner wirll 900 Mio von Kirch
5. Verdummung: Was meint Karlsberg mit "Dragonfruit"?

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Denkanstoss als Wegweiser

Die informationstechnische Revolution führte zu grundlegenden Wandlungen von Unternehmens- (Arbeits- und Produktionsprozesse) und Marktprozessen (Kommunikations- und Austauschprozesse). Daraus entstehende Risiken und Chancen sind durch entsprechendes wettbewerbsorientiertes Informationsmanagement mit dem Ziel der Transformation der technischen Vorteilspotentiale in wirtschaftliche Vorteilspotentiale - d.h. in gesteigerte Wettbewerbsfähigkeit (Effizienz- und/oder Effektvitätsvorteile, z.B. Koordinations-, Integrationsvorteile, etc.) - beherrschbar. Gelingt es, mit Hilfe der IuK-Technologien mehr und bessere Informationen über die Nachfragerseite zu erlangt als die Konkurrenz (Faktor: Information screening), um auf diese Weise ein effektiveres Leistungsangebot erstellen zu können (Faktor: Information processing) und höherwertige InfIormationen über diese Leistungsangebot für die Nachfrager anzubieten (Fakor: Information signalling), um sie im Rahmen seiner Vermarktungsaktivitäten von der Vorteilhaftigkeit und somit der Effektivität seines Leistungsangebotes zu überzeugen (vg. Weiber, 2000), dann sind durch diesen Informations-Dreisprung dauerhafte Wettbewerbsvorteile durch nun mögliche Informations- und Prozessvorsprünge generierbar.

Hört sich einfach an.
Ist es aber nicht.
Denn da ist noch ein Hasenfuss:

Informationsprozesse mit dem Ziel der Integration von Markt- und Unternehmensinformationen sind durch IuK-Technologien derart vereinfacht, beschleunigt, optimierbar geworden, dass ihre Durchführung im Rahmen des Informations-Dreisprungs Möglichkeiten zur Steigerung der Qualität von Informationen, zur Senkung von Informationskosten und zur Beschleunigung der Informationszeiten, somit also zu Informations- und Prozessvorsprüngenvorsprüngen und in der Folge Wettbewerbsvorteilen führen kann. Allerdings hat dies nur solange Gültigkeit, als die Tatsache ignoriert wird, dass bei einem "Zuviel" an Informationen die Ressource ?Aufmerksamkeit? auf Unternehmens- und Marktseite knapp wird. Wird obigen Überlegungen jedoch die Theorie zugrundegelegt, dass sich im Zuge der informationstechnischen Revolution nicht nur die Wettbewerbs-relevanten Prozesse verändert haben, sondern sich das gesamte Gefüge der Ökonomie hin zu einer "Ökonomie der Aufmerksamkeit" wandelte (Goldhaber, Franck, Beck, Davemport), dann sind die dem wettbewerbsorientierten Informationsmanagement dienenden Screening, Signalling- und Processing-Prozesse dementsprechend anzupassen, ?Aufmerksamkeit? als zentrale Determinante der Ausgestaltung von Informationsprozesse zu berücksichtigen.

Wenn dem so wäre, was bedeutete das für Unternehmen?
Für´s Geschäft?
Für das Marketing?


Wenn dem so wäre, dass sich Informations-Dreisprünge stets unter Aufmerksamkeits-Knappheit vollziehen und Information-Signalling, -Screening, und -Processing-Aktivitäten durch die Knappheit dieses Gutes beeinflusst weren, dann wäre alles wie immer und doch anders:

Im Information- und Decision-Overload liessen sich Informationsvorsprünge ausschliesslich in engen Marke-Marken-Stakeholder-Beziehungen erzielen, wodurch der ?Share of Attention? zu zentralen Zielgrösse unternehmerischen Handelns und das Marketing zur betrieblichen Führungsfunktion, zur Marketing-Führung, erwüchse. Dabei stünden grundsätzlich zwei strategische Ausrichtungen zur Disposition: Das Brand-Community-Providing oder das Community-Stake-Holding...

Wie sieht´s aus?
Where do you want to go today?

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